04.08.2020

Läuft rund!

In einer Gegen zu arbeiten, wo andere Urlaub machen, ist schon eine feine Sache. Bei Philipp Albrecht ist das der Fall. Der Lohnunternehmer ist im schönen Allgäu ganz im Süden Deutschlands mit seinen Fahrzeugen für seine Kunden unterwegs. Für etwa 160 Betriebe übernimmt Albrecht hauptsächlich Erntearbeiten in einer Region, wo durchschnittlich 18-50 Kühe in den Ställen leben und wo die Betriebe meist zwischen 40-50 Hektar Fläche haben.
Mit dabei ist sein junger Mitarbeiter Luca. Der 16-jährige macht zwar eine Schreinerlehre, aber mit dem Herzen ist er der Landwirtschaft eng verbunden. Schon als Kind ist er auf den großen Maschinen so oft es ging mitgefahren. Seit er einen Führerschein hat, fährt er selbst. Meist die "kleine" Rundballenpresse des Betriebes. Jetzt in der Erntesaison herrscht Hochbetrieb für Albrecht. Da kann er Luca gut gebrauchen.

Durchschnittlich 12.000 Rundballen werden von seinem Team zwischen Anfang Mai und Ende November auf den grünen Hängen bei der Stadt Isny gepresst. Hauptsächlich Silage und Heu, zunehmend aber auch Streuschnitt von den vielen Naturschutzflächen ist traditioneller Einstreu in der Region. Der Streuschnitt wird von vielen Viehbetrieben statt Stroh in ihren Ställen verwendet.

Seit dieser Saison ist eine neue Generation der Press-Wickelkombination das Herzstück von Albrechts Erntetechnik. Mit ihr wird der Rundballen zunächst gepresst und in ein Netz eingewickelt. Die Heckklappe öffnet sich anschließend und der gepresste Ballen wird mit Hilfe eines Hebers automatisch dahinter auf den Wickeltisch abgelegt. Dort erfolgt die Umwicklung mit Folie. Auf diese Weise werden immer zwei Rundballen gleichzeitig bearbeitet. Anders als im Flachland stehen Fahrer und Technik hier in den Bergen vor ganz besonderen Herausforderungen: Das Fahren mit einer solchen Press-Wickelkombination muss man können. Und auch die Technik muss absolut zuverlässig sein. Aber "kneifen gibt es nicht", sagt Lohnunternehmer Albrecht. Schließlich erwarten die Kunden von ihm Schnelligkeit und hohe Qualität.

Auch mit der neuen Maschine weiß er sich jederzeit in guten Händen: "Mit der Technik stehen wir nicht – wir fahren." Luca gefällt besonders das Xenon-Beleuchtungskonzept: "Da sieht man alles. Und wir fahren ja oft bei Dunkelheit." Beeindruckt ist er auch, wie exakt die Ballenübergabe zur Folienwicklung erfolgt – auch bei der Fahrt im hängigen Gelände.

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