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29.10.2026

Erträge enttäuschen die Landwirte

Mais bringt in diesem Jahr deutlich schlechtere Erträge als 2025. Das geht laut dem Deutschen Maiskomitee (DMK) aus der vorläufigen Ernteschätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Demnach ist der Durchschnittsertrag von Silomais gegenüber 2025 um rund 18% auf voraussichtlich 363,5 dt/ha gesunken. Trotz des deutlichen Rückgangs liegt der Ertrag jedoch über dem Niveau der trockenen Jahre 2018 und 2022. Auch beim Körnermais müssen viele Landwirte wohl kräftige Ertragseinbußen hinnehmen. Dem DMK zufolge wurden im Schnitt 77,6 dt/ha eingebracht und damit 23% weniger als im Vorjahr. Dies wäre das erste Mal seit dem Dürrejahr 2003, dass der Flächenertrag von Körnermais unter die Marke von 80 dt/ha fällt. Selbst 2018 und 2022 wurde diese Grenze nicht gerissen. Bundesweit große Unterschiede Im Vergleich der Bundesländer lässt sich beim Ertrag von Silomais ein deutliches Nord-Süd- sowie Ost-West-Gefälle erkennen. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern dürften die Durchschnittserträge rund 10% kleiner ausfallen als im Vorjahr. Der Rückgang in Baden-Württemberg liegt bei rund 32%. Schlusslichter sind Rheinland-Pfalz und das Saarland, wo der Durchschnittsertrag jeweils um 35% gesunken ist. Vorgelegt wurden von Destatis jetzt auch vorläufige Zahlen aus diesem Jahr zum Mais im ökologischen Anbau. Die Statistiker beziffern die Anbaufläche auf 58.218 Hektar, womit das Vorjahresniveau um 5,5% unterschritten würde. Allerdings gibt es signifikante Unterschiede zwischen Silo- und Körnermais. Die diesjährige Anbaufläche für Öko-Silomais wird auf 33.658 Hektar geschätzt, was ein Minus von 13,5% wäre. Bei Körnermais dagegen rechnen die Statistiker dagegen mit einem Zuwachs von 8,2% auf 24.560 Hektar. AgE