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23.10.2026

Bauernverband sieht sich bestätigt

Der Deutsche Bauernverband (DBV) unterstützt das Vorhaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH), die im nächsten Jahr bereitstehenden Direktzahlungsmittel vollständig zu nutzen. Im Rahmen seiner Stellungnahme zum BMLEH-Entwurf für eine Änderung der GAP-Direktzahlungen-Verordnung erinnert der DBV daran, dass dies seiner Forderung vom Sommer dieses Jahres entspreche. Angesichts der weiterhin hohen Anforderungen an die landwirtschaftlichen Betriebe, gestiegener Produktionskosten sowie zusätzlicher Anforderungen aus Konditionalität und freiwilligen Umweltleistungen bleibe eine verlässliche und auskömmliche Einkommensstützung unverzichtbar, heißt es in der Stellungnahme.  Der Wegfall der bisherigen Umschichtung von Mitteln aus der Ersten in die Zweite Säule führt im Antragsjahr 2027 dazu, dass zusätzliche finanzielle Mittel innerhalb der Ersten Säule zur Verfügung stehen. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Basisprämie deutlich anzuheben. Nach den vorliegenden Beratungsunterlagen für die Änderung am Nationalen GAP-Strategieplan ergibt sich für das Antragsjahr 2027 ein geplanter Einheitsbetrag für die Einkommensgrundstützung von rund 175 Euro je Hektar.  Unbürokratisch, rechtssicher und praxistauglich Zurückhaltend bewertet der Bauernverband die in der Änderungsverordnung vorgesehene Anhebung der gekoppelten Zahlungen für Mutterkühe sowie Mutterschafe und -ziegen. Seiner Auffassung nach sollten die gekoppelten Zahlungen weiterhin ein eng begrenztes Instrument für besondere Situationen und Tierhaltungsbereiche bleiben. Um so wichtiger sei, dass die bestehenden Regelungen weiterhin möglichst unbürokratisch, rechtssicher und praxistauglich umgesetzt würden. Einverstanden ist der DBV mit dem Ministeriumsvorschlag, Mittelzuweisungen und Prämienhöhen für einzelne Maßnahmen in den Öko-Regelungen an die praktische Inanspruchnahme der vergangenen Jahre anzupassen. Insbesondere die vorgeschlagene Aufstockung des Budgets für die Öko-Regelung 5, Kennarten auf Dauergrünland, trage der hohen Nachfrage dieser Maßnahme Rechnung. Nachvollziehbar sei es auch, die Prämie für die Öko-Regelung 4, Extensivierung von Dauergrünland, anzuheben. Die Zustimmung des Bauernverbandes findet schließlich das Vorhaben, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen der Zweiten Säule auch im Jahr 2027 auf das Budget der Öko-Regelungen anzurechnen. AgE