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31.08.2026

Agrarexport hat "höchste Priorität"

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat die Bedeutung von Agrarexporten für die deutsche Fleischwirtschaft hervorgehoben. Internationale Absatzmärkte stärker zu erschließen sei insbesondere wichtig, um das gesamte Tier zu vermarkten, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag (27.8.) bei einem Besuch der Premium Food Group in Rheda-Wiedenbrück. Der Besuch bei dem Schlachtunternehmen habe gezeigt, "wie sehr regionale Vermarktung und internationaler Handel beim Schweinefleisch zusammengehören", erklärte Rainer. Auf diese Weise werde auch das Einkommen der deutschen Landwirte gesichert. Die Agrarexportstrategie umzusetzen und Bürokratie abzubauen, habe daher für ihn "höchste Priorität".

Absatzmärkte für wenig gefragte Teilstücke

Auch die Premium Food Group, ehemals Tönnies, verwies auf die Bedeutung von Exportmärkten. "Wir müssen das gesamte Tier denken. Was bei uns kaum auf dem Teller liegt, ist in anderen Ländern ein hochgeschätztes Lebensmittel", sagte Maximilian Tönnies.

Deutschland sei zwar der wichtigste Absatzweg. Auslandsmärkte zu erschließen schaffe aber zusätzlichen Mehrwert und könne zugleich den Kostendruck bei heimischen Produkten senken, erklärte das Unternehmen.

Premium Food Group will weiter investieren

Das Unternehmen kündigte im Anschluss an den Besuch an, weiterhin in ihre deutschen Standorte investieren zu wollen. Clemens Tönnies verwies zugleich auf die aus seiner Sicht im europäischen Vergleich schwierigen Rahmenbedingungen.

Dazu zählte er Bürokratie, hohe Energie- und Lohnkosten sowie gestiegene Anforderungen an Tierwohl und Nachhaltigkeit. "Wir sind großer Befürworter von Tierwohl-Maßnahmen", sagte Tönnies. Gleichzeitig müssten sich entsprechend erzeugte Produkte gegenüber Angeboten aus dem Ausland behaupten, die nicht nach vergleichbaren Tierwohlstandards produziert würden. Das sei "herausfordernd". AgE