Hoffnung hat sich zerschlagen
Die schlechten Nachrichten aus der Branche der Insektenerzeuger reißen nicht ab. Wie nun bekannt wurde, hat sich die FarmInsect GmbH nicht aus ihrer wirtschaftlichen Schieflage befreien können. Das 2020 gegründete Unternehmen hat automatisierte Mastanlagen für die Aufzucht von Larven der Schwarzen Soldatenfliege verkauft; Anfang April hatte FarmInsect ein Insolvenzverfahren eingeleitet.
Zu Beginn des Verfahrens hatte sich Insolvenzverwalter Dr. Alexander Zarzitzky noch optimistisch gezeigt und die Aussichten für eine Sanierung als "äußerst positiv" beschrieben. Diese Hoffnungen haben sich jedoch nicht erfüllt. Laut dem Juristen konnte nach langen Gesprächen mit mehreren Kaufinteressenten schließlich keine Einigung gefunden werden, sodass der Geschäftsbetrieb eingestellt worden ist. Gesprochen wird Zarzitzky zufolge derzeit noch über eine Übernahme von immateriellen Unternehmenswerten, also beispielsweise Know-how, Rechte und Lizenzen oder Kundendaten. Den Kunden von FarmInsect will die Insolvenzverwaltung nach eigenen Angaben Kontakt zu vergleichbaren Anbietern von Larvenaufzuchten vermitteln.
Bei der Einleitung des Verfahrens hatte Zarzitzky die Probleme auf das schwierige Marktumfeld durch niedrige Preise für Soja und Fischmehl, hohe Produktionskosten sowie Verzögerungen bei der Auszahlung einer Finanzierungstranche zurückgeführt. Die guten Perspektiven für eine Sanierung waren unter anderem damit begründet worden, dass das Unternehmen kurz davor stehe, Kostenparität zu Fischmehl zu erreichen und eine massive Expansion in den US-Markt für Heimtier- und Geflügelfutter plane. AgE

