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18.08.2026

AbL: Mittelaufstockung wäre zynisch

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) lehnt zusätzliche Fördermittel für die Mehrgefahrenversicherung (MGV) ab. Statt die Folgen zunehmender Wetterextreme über Versicherungen abzufedern, müsse die Bundesregierung entschlossener gegen den Klimawandel selbst vorgehen, forderte die AbL am Freitag (14.8.). Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hatte angesichts der anhaltenden Dürre angekündigt, eine Förderung der MGV über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) prüfen zu wollen. Ilchmann: Versicherungen reichen nicht aus Der agrarpolitische Sprecher der AbL, Ottmar Ilchmann, kritisierte diesen Ansatz scharf. Die Antwort Rainers sei "völlig zynisch: keine Versicherung der Welt wird in Zukunft die massiven Folgen der Tatenlosigkeit der aktuellen Bundesregierung noch finanziell auffangen können." Nach Ansicht der AbL würde eine stärkere Förderung der Versicherungen zudem neue Bürokratie schaffen. Gleichzeitig werde der von der Bundesregierung angekündigte Bürokratieabbau an anderer Stelle genutzt, um Schutzstandards abzubauen, kritisierte Ilchmann. AbL fordert "Hitze-Gipfel" Stattdessen verlangt die AbL zusätzliche Maßnahmen beim Klima- und Anpassungsschutz. Als erste Schritte forderte der Verband die Einberufung eines "Hitze-Gipfels", die Verankerung einer "Gemeinschaftsaufgabe für Klimaschutz und Klimaanpassung" im Grundgesetz sowie die Rücknahme von Kürzungen beim Klima- und Transformationsfonds. Naturland und Bioland pochen auf mehr Klimaschutz Am Freitag hatten sich auch die Öko-Anbauverbände Bioland und Naturland für mehr Klimaschutz ausgesprochen. "Andauernde Hitze führt zu Dürre, zu niedrigen oder gar keinen Erträgen und damit zu einer unsichereren Ernährungsversorgung", warnte Bioland-Vizepräsidentin Sabine Kabath. Damit die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen Wetterextreme wird, braucht es laut Naturland-Präsident Eberhard Räder divers aufgestellte Betriebe. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU müsse daher künftig gezielt Betriebe fördern, die ihre Bewirtschaftung resilient ausrichten, beispielsweise durch Agroforst. AgE