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11.08.2026

Weniger Geflügelfleisch produziert

Die Produktion von Geflügelfleisch in Deutschland ist zuletzt zurückgegangen. Das belegen aktuell vorgelegte Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres schlachteten die gewerblichen Schlachtunternehmen hierzulande insgesamt 343,2 Millionen Tiere verschiedener Geflügelarten - 0,8% weniger als im Vergleichszeitraum 2025. Die Produktionsmenge von Geflügelfleisch sank um 24.900 Tonnen beziehungsweise 3,2% auf rund 755.000 Tonnen. Grund für die Entwicklung dürfte die weitere Einschränkung der Putenhaltung in Deutschland sein. Zwar liefert Destatis zu den Zahlen keine Erläuterung, doch aus der Produktionsstatistik für 2025 geht hervor, dass die Geflügelproduktion damals nur deshalb konstant ausfiel, weil die Hähnchenproduktion zulegte. Die Erzeugung von Putenfleisch ging dagegen zurück, was Marktanalysten auf vergleichsweise hohe Produktionskosten und eine rückläufige Kundennachfrage zurückführen - das preiswertere Hähnchenfleisch landete häufiger im Einkaufswagen. Dass die Produktionsmenge in den aktuellen Zahlen stärker sank als die Tierzahl, spricht dafür, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Die Verkleinerung der Putenfleischerzeugung war bereits in den Jahren 2021 und 2022 der Hauptgrund für eine Schrumpfung der deutschen Geflügelfleischerzeugung gewesen. In den übrigen Jahren ab 2010 war diese fast durchweg gewachsen oder zumindest gleich geblieben. Mehr Tiere inländischer Herkunft, weniger aus dem Ausland Die Rindfleischerzeugung in Deutschland blieb im ersten Halbjahr 2026 laut Destatis weitgehend unverändert. Die Zahl der geschlachteten Rinder sank um 1.900 oder 0,1% auf 1,4 Millionen Tiere. Daraus wurden 462.200 Tonnen Rindfleisch erzeugt - 600 t beziehungsweise 0,1% weniger als im Vergleichszeitraum 2025. Unterdessen gab es in der Schweinefleischproduktion einen moderaten Zuwachs. An den Haken kamen 22,2 Millionen Tiere, 107.000 beziehungsweise 0,5% mehr als in den ersten sechs Monaten 2025. Der Anstieg resultiert daraus, dass mehr Tiere inländischer Herkunft geschlachtet wurden: Ihre Zahl erhöhte sich um 163.800 oder 0,8% auf 21,9 Millionen. Dagegen sank die Zahl der geschlachteten Schweine ausländischer Herkunft um 56.846 beziehungsweise 14,0% auf 349.200. Die insgesamt erzeugte Schweinefleischmenge betrug 2,2 Mio. Tonnen; das waren 10.300 Tonnen beziehungsweise 0,5% mehr als im Vorjahreszeitraum. In der Summe verringerte sich die Fleischproduktion der gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 um 14.700 Tonnen oder 0,4% auf 3,4 Mio. Tonnen. AgE