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31.07.2026

EU steuert auf starke Ernte zu

In der Europäischen Union deutet sich erneut eine sehr gute Ackerbohnenernte an. Nach Angaben der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) geht die EU-Kommission aktuell davon aus, dass das Gesamtaufkommen mit gut 1,48 Mio. Tonnen nur knapp unter dem Rekordniveau des Vorjahres von 1,49 Mio. Tonnen liegen wird. Dies wäre die zweithöchste EU-Ackerbohnenernte seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Fünfjahresmittel von 1,29 Mio. Tonnen würde sogar deutlich um gut 15% übertroffen. Die Erzeugung dürfte deshalb nahezu stabil bleiben, weil die EU-Kommission trotz einer verkleinerten Anbaufläche mit höheren Durchschnittserträgen in den wichtigen Anbauregionen rechnet. Ob die großen Mengen jedoch tatsächlich eingebracht werden können, scheint laut UFOP angesichts der Hitzeperioden und Dürrephasen der vergangenen Wochen fraglich. Insgesamt werden in der Gemeinschaft in diesem Jahr auf rund 523.000 ha Ackerbohnen angebaut; das sind etwa 6.000 Hektar oder 1,1% weniger als 2025. Wichtigste europäische Erzeugernation wird nach den Schätzungen der Brüsseler Behörde erneut Frankreich sein, wo eine Erntemenge von 290.000 Tonnen Ackerbohnen erwartet wird. Dahinter folgen Litauen und Deutschland mit jeweils 261.000 Tonnen. Weit abgeschlagen auf Platz vier steht im Ranking Italien, wo mit einem Ackerbohnenaufkommen von 109.000 Tonnen gerechnet wird. Hoffnung auf Proteinstrategie Positive Impulse zur nachhaltigen Stabilisierung und Weiterentwicklung des europäischen Anbaus von Ackerbohnen und weiteren Körnerleguminosen erwartet die UFOP durch die kürzlich von der EU-Kommission vorgelegte EU-Proteinstrategie. Die Förderunion ist davon überzeugt, dass die Erzeuger am Anbau dieser Fruchtart interessiert sind. Allerdings müssten die Leistungen dieser Kulturen für Biodiversität und Fruchtfolgevielfalt auch angemessen honoriert werden. AgE