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27.07.2026

Rukwied fordert Entlastung

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht angesichts des wachsenden wirtschaftlichen Drucks auf die Betriebe die Bundesregierung gefordert. "Wir brauchen eine spürbare Steuerentlastung beim Diesel und die zügige Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage", erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied am Freitag (24.7.) in Berlin. Er verwies auf die aktuellen Erntezahlen der Landesbauernverbände, die deutliche Ertragseinbußen bei wichtigen Ackerkulturen erwarten ließen. "Schwächere Erträge, geringere Erlöse und hohe Betriebskosten treffen die Landwirtschaft in einer ohnehin angespannten Lage", so Rukwied. Seinen Ausführungen zufolge treffen hohe Kosten für Diesel und Düngemittel die Betriebe unmittelbar in der laufenden Produktion: "Wer Versorgungssicherheit und eine leistungsfähige heimische Landwirtschaft will, muss die Betriebe wirtschaftlich handlungsfähig halten." Deshalb sei eine Entlastung beim Diesel bis Ende November erforderlich. Zudem besteht der Verband darauf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte steuerfreie Risikoausgleichsrücklage einzuführen. Rukwied bezeichnete die Risikoausgleichsrücklage als wichtigen Baustein, um Betriebe in Krisenjahren zu stabilisieren. Ertragsrückgänge bei Weizen und Raps Nach DBV-Angaben bestätigen die neuesten Zahlen der Landesbauernverbände die bisherigen Ernteschätzungen. Während die Wintergerste noch ein durchschnittliches Ergebnis erreiche, zeigten sich bei Winterweizen und Raps deutliche Rückgänge. Mit einer Ertragsschätzung von 7,6 t/ha liegt die Wintergerste nur leicht unter dem Ertrag des Vorjahres von 7,8 t/ha. Deutlich schwieriger stellt sich dem Bauernverband zufolge die Lage beim Winterweizen dar. Ertragsrückgänge von bis zu 15% würden in einigen Regionen gemeldet. Ähnlich sei die Situation beim Raps. Dort drohten Einbußen von bis zu 18%. Neben der wechselnden Witterung leiden die Betriebe laut DBV darunter, dass die Möglichkeiten zur wirksamen Bekämpfung von Schädlingen eingeschränkt seien. In manchen Regionen hätten zudem massive Hagelschauer zu Ernteeinbußen geführt. Besorgt zeigt sich der DBV auch über die Situation im Futterbau. Ausbleibende Niederschläge auf Grünland- und Futterbauflächen ließen in vielen Regionen Engpässe bei der Versorgung der Tiere im kommenden Winter befürchten. Als angespannt stuft der Verband die aktuelle Lage bei Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln ein. Für die weitere Entwicklung der Bestände seien dringend ausreichende Niederschläge notwendig. Selbst dann seien allenfalls durchschnittliche Erträge zu erwarten. AgE