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24.07.2026

Ende August im Kabinett

Ende August soll der Nationale Wiederherstellungsplan vom Bundeskabinett beschlossen werden. Derzeit werden die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung eingearbeitet, bevor der Planentwurf in die abschließenden Abstimmungsrunden geht. Das hat ein Sprecher des Bundesumweltministeriums (BMUKN) auf Anfrage gegenüber AGRA Europe mitgeteilt. Nach seinen Ausführungen wird angestrebt, die gesetzliche Frist zur Übermittlung des Entwurfs an die EU-Kommission einzuhalten. Laut BMUKN ist der Entwurf des Nationalen Wiederherstellungsplans insgesamt weit fortgeschritten. Das Ressort erinnerte daran, dass Bund und Länder bereits seit dem Inkrafttreten der Wiederherstellungsverordnung (WVO) im August 2024 gemeinsam und konstruktiv an der Erstellung arbeiteten. Der Sprecher machte zudem deutlich, dass die Bundesregierung beim Nationalen Wiederherstellungsplan das Ziel der Freiwilligkeit verfolge. Dabei sollten durch Anreize möglichst viele gesellschaftliche Akteure, darunter vor allem auch die Land- und Forstwirtschaft, dafür gewonnen werden, für das Ziel einer intakten Natur einzutreten und dazu aktiv beizutragen. Aus Sicht des BMUKN wird bei der Wiederherstellung aber nicht bei null angefangen: Eine breite Palette von Maßnahmen, vor allem im Umwelt- und Agrarsektor, zahle bereits unmittelbar auf die Erreichung der Ziele ein. Kritik aus dem Berufsstand Der Deutsche Bauernverband (DBV) befürchtet, dass mit dem Nationalen Wiederherstellungsplan und der neuen Schutzgebietskategorie "Natürliche Infrastruktur", die das geplante Natürliche-Infrastruktur-Gesetz (NatInfG) vorsieht, eine ausgedehnte Flächenkulisse drohe, die als Grundlage für weitere Flächenbeschaffung im Naturschutz dienen könne. Der DBV schließt nicht aus, dass die Bundesregierung oder Umweltverbände auf dieser Basis und finanziert über Ersatzgelder, mit Steuergeldern zu Aufkäufern normaler land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen für den Naturschutz in der Agrarlandschaft werden, statt den kooperativen Naturschutz mit den Bauern voranzubringen. AgE