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07.05.2026

Prognose für 2026 bestätigt

Die Agravis Raiffeisen AG bleibt bei ihrer Mitte März vorlegten Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Erwartet werden ein Jahresumsatz von 8,1 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 70,2 Mio. Euro. Außerdem will das Unternehmen seine Eigenkapitalquote ausbauen. Aktuell liege die Agravis "im Korridor der Erwartungen", berichtete der Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Köckler am Mittwoch (6.5.) auf der Hauptversammlung in Oldenburg. Das Geschäftsjahr 2025 hatte der Agrarkonzern mit einem Umsatz von 8,4 Mrd. Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 70,1 Mio. Euro abgeschlossen. "Wir bleiben im Chancenmodus", betonte Köckler, wenngleich das Tagesgeschäft weiterhin fordernd bleibe. Das liege nicht zuletzt am Irankrieg, der die Preise für Betriebsmittel nach oben getrieben habe. Die positiven Preisimpulse für Getreide und Ölsaaten sieht der Konzernchef als Bestätigung dafür, dass es richtig ist, den intensiven Pflanzenbau im Sinne einer innovativ-nachhaltigen Landwirtschaft am Ertragsoptimum auszurichten. Mit Blick auf die Landtechnik sieht Köckler für den weiteren Jahresverlauf 2026 eine sich leicht abschwächende Investitionsneigung der Bauern. Allerdings sei die Werkstattauslastung weiterhin auf hohem Niveau. Bei Mischfutter erwartet Köckler weitere Marktbereinigungen und Mengenrückgänge. Im Bereich der Raiffeisen-Märkte setzt die Agravis auf das analoge Geschäft in Verknüpfung mit dem E-Commerce. Genossenschaftliche Lösungen angestrebt Thematisiert wurden auf der Hauptversammlung auch genossenschaftliche Lösungen im Agrarhandel. Anlass dazu ist eine mögliche Beteiligung der Agravis am Warengeschäft der Volksbank VR Plus Altmark-Wendland. Die im Norden von Sachsen-Anhalt ansässige Bank will sich von diesem Geschäftszweig trennen. Gemeinsam mit umliegenden Genossenschaften werde derzeit eine mögliche Beteiligungslösung unter Federführung der Agravis Niedersachsen-Süd GmbH geprüft, teilte Agravis-Vorstandsmitglied Jan Heinecke mit. Dieses Vorgehen entspreche dem eigenen Selbstverständnis innerhalb des genossenschaftlichen Agrarhandels, so Heinecke: "Wir glauben daran, dass es richtig ist, das Warengeschäft nicht meistbietend in Einzelteile zu zerschlagen". In unterschiedlichen Regionen des Arbeitsgebiets habe bereits gemeinsam mit genossenschaftlichen Partnern solche gemeinsamen Lösungen umgesetzt. Dies könnte nach Ansicht von Heinecke auch für andere Regionen eine Blaupause sein, denn in vielen Teilen Deutschlands stünden Genossenschaften aufgrund des Strukturwandels vor ähnlichen Herausforderungen. AgE