Menü
16.04.2026

Vorlage frühestens Ende Mai

Die Europäische Kommission wird ihren Aktionsplan zur Düngemittelversorgung nicht vor Ende Mai präsentieren. Wie gut informierte Kommissionskreise AGRA Europe berichten, sorgen auch die neuen Herausforderungen rund um den Iran-Krieg für Verzögerungen im Zeitplan. Erst vor Kurzem hatte die Kommission in einer Anhörung vor dem Landwirtschaftsausschuss (AGRI) des Europaparlaments erklärt, man hoffe auf einen Termin Anfang Mai. Inhaltlich soll die Düngestrategie auf eine Verringerung der Importabhängigkeit abzielen, auch durch den effizienteren Einsatz von Mineraldüngern. Dazu, so Kommissionskreise, sollen im Rahmen des Aktionsplans auch legislative Anpassungen vorgeschlagen werden. Anders als es zuvor bisweilen kolportiert worden war, kann also mehr als lediglich eine Kommissionsstrategie erwartet werden. Details scheinen aber noch nicht endgültig festzustehen. Anpassungsvorschläge an der Nitratrichtlinie sollen dem Vernehmen nach nicht dabei sein. Dazu wird erst gegen Jahresende mit einem Vorschlag gerechnet. Dann könnte es unter anderem um höhere zulässige Grenzwerte für organischen N-Dünger gehen. Das hatten die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (Copa) und ländlichen Genossenschaften (Cogeca) mehrfach gefordert.
Nutztierstrategie erst Ende Juni? Derweil dürfte sich auch die Nutztierstrategie verzögern. Ankündigungen, wonach die Pläne der Kommission bereits im Mai präsentiert werden könnten, scheinen nicht einzulösen zu sein. Hier heißt es aus der Brüsseler Behörde, dass frühestens Ende Juni mit vorzeigbaren Ergebnissen zu rechnen sei. Nicht verwechselt werden sollte die Nutztierstrategie aus der Feder von EU-Agrarkommissar Christophe Hansen mit einer potenziellen Strategie zum Tierwohl, bei der Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi federführend ist. Abgesehen von Einlassungen Várhelyis zu einem EU-weiten Verbot der Pelztierzucht gibt es hier aber noch wenig Greifbares. AgE