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21.01.2026

Rukwied geht die Discounter an

Das Spitzengespräch Erzeugerpreise, das auf Einladung des baden-württembergischen Landwirtschaftsministers Peter Hauk vorvergangenen Montag (12.1.) in Stuttgart stattfand, schlägt Wellen bis zur Grünen Woche nach Berlin. Beim Fachforum Milch des Deutschen Bauernverbandes (DBV) bezeichnete es Joachim Rukwied am Montag (19.1.) als "Affront" gegenüber der Politik, dass die beiden Discounter Lidl und Aldi keine Verantwortlichen aus der ersten Reihe zu dem Spitzengespräch entsandt hätten, während für Edeka Südwest Geschäftsführer Jürgen Mäder und für die Rewe Group die Leiterin Publik Affairs, Emilie Bourgoin, teilgenommen hätten. Für Rukwied ist eine öffentlich so zur Schau gestellte Geringschätzung durchaus beispielhaft für das aktuelle Geschäftsgebaren der Discounter, die Ladenpreise für Milchprodukte immer weiter zu drücken.
Noch vor sechs Wochen sei die Nervosität bei den Discountern angesichts der von Milchbauern angedrohten Blockaden groß gewesen, erinnerte Rukwied beim Fachforum. Da habe man die Politik auch noch gebraucht, um notfalls juristisch gegen die Blockade von Discounter-Filialen und Auslieferungslagern durch Milchbauern vorzugehen.
Bauernpräsident Rukwied wollte seine Kritik aber nicht als generelles "LEH-Bashing" verstanden wissen. "Die Lebensmitteleinzelhändler sind unsere Marktpartner und es ist gut, dass wir gemeinsam die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) eingerichtet haben", stellte er klar. Die gemeinsam auf den Weg gebrachte Herkunftskennzeichnung „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ sei auf einem guten Weg – aktuell Richtung 2.000 gelisteter Produkte. Als Ziel gab Rukwied einmal mehr das Ziel aus, "die 10.000 schnell zu schaffen, weil das die heimische Land- und Ernährungswirtschaft stärkt". Dazu sei es wichtig, diese Partnerschaft weiter zu leben und auszugestalten, damit mehr ökonomische Wertschöpfung in der Kette auch bei den Landwirten ankomme. AgE