12.09.2018

Tiere auf dem Bauernhof: die Kuh

Eigentlich müsste dieser Beitrag den Titel "Hausrind" tragen, aber "Kuh" wird wesentlich häufiger verwendet. Den genauen Unterschied erfahrt ihr weiter unten.

Steckbrief
Name: Hausrind
Wissenschaftlicher Name: Bos primigenius taurus
Familie: Hornträger
Größe: 1,25-1,45 m
Gewicht: 650 kg (Kuh), bis 1150 kg (Bulle)

Abstammung
Unser Hausrind stammt vom Auerochsen ab. Seine Domestizierung fand vor etwa 10.000 Jahren statt. Mit der Domestizierung veränderte sich der Körperbau der Auerochsen sehr deutlich, indem nur die friedlichsten und ertragsreichsten Tiere ausgewählt und weitergezüchtet wurden.

Heute werden Rinder aus zwei Gründen gehalten: zur Milcherzeugung und zur Fleischerzeugung.

Was genau ist eigentlich eine Kuh?
Die Kuh ist ein weibliches Rind. Sobald das Rind das erste Mal ein Kälbchen geboren hat, wird es als Kuh bezeichnet.

Kühe sind Säugetiere. Das bedeutet, dass sie ihren Nachwuchs mit Milch ernähren. Unsere Kühe sind darauf gezüchtet, mehr Milch zu produzieren, als sie für ihren Nachwuchs benötigen. Die Milch kommt in einen großen Tank und wird regelmäßig - alle 1 bis 2 Tage - von der Molkerei abgeholt. Milch ist für uns Menschen ein wichtiges Nahrungsmittel.

Das Kälbchen bekommt in der ersten Woche die komplette Milch der Kuh. Zu Anfang kommt aus dem Euter der Kuh nämlich die Kolostralmilch, die sehr viele wichtige Abwehrstoffe enthält. Danach erhält es noch einen Teil der Milch, die der Bauer gemolken hat oder eine angerührte Ersatzmilch aus Wasser und einem Milchpulver. Je älter es wird, desto mehr wird die Milch durch hochwertige Futtermittel ersetzt. Dazu gehören Gras, Heu, Silage und Kraftfutter.

Komm, wir füttern eine Kuh!
Der Landwirt bereitet für seine Tiere eine Futtermischung zu. Darin sind zum Beispiel Mais, Getreide, Biertreber, Mineralfutter und Grassilage enthalten. Eine Kuh satt zu machen, ist ganz schön viel Arbeit: Die Kuh frisst von dieser Mischung ungefähr 50 kg am Tag!
Die Kuh gehört zu den Wiederkäuern. Das bedeutet, dass sie auch schwer verdauliche Rohfaser zu wertvoller Milch weiterverarbeiten kann. Es ist sogar ganz wichtig für die Kuh, dass sie ausreichend Rohfaser erhält, weil sie sonst krank wird. Zur Rohfaser zählen Heu, Stroh und Grassilage. Vereinfacht kann man sagen, dass die Kuh ihr Fressen mehrfach kaut. Dabei bildet sie auch große Mengen Speichel, nämlich ungefähr 150 l pro Tag. Damit das möglich ist, muss sie ungefähr die gleiche Menge an Wasser trinken.

 

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