Greening - Überblick

Die neuen Greening-Vorgaben der GAP-Reform sind seit dem 01.01.2015 wirksam und verpflichten den Landwirt dieses Jahr erstmals dazu, seine Maßnahmen im Antrag zu dokumentieren. Das Greening macht 30% des Direktzahlungsbudgets aus und ist für alle Direktzahlungsempfänger relevant (ausgenommen Ökobetriebe).
 

Beim so genannten Greening müssen drei Vorgaben erfüllt werden:
 

1. Erhaltung des Dauergrünlandes

Streng geschützt ist das am 01.01.2015 bereits vorhandene Dauergrünland in FFH-Gebieten. Hier gilt generelles Pflug- und Umwandlungsverbot
Eine Genehmigungspflicht für jede Umwandlung in Ackerland gilt bei Dauergrünlandflächen außerhalb von FFH-Gebieten sowie bei Dauergrünland, das nach dem 01.01.2015 neu entstanden ist. Der Antrag dafür ist bei der Kreisverwaltung zu stellen.
 

2. Anbaudiversifizierung auf Ackerland

Ab einer bestimmten Betriebsgröße werden Anzahl und Obergrenzen für Kulturen vorgegeben (Tab.1).
Für die Berechnung ist der Zeitraum vom 01.06.-15.07.2015 maßgeblich. Wird in diesem Zeitraum eine zweite Frucht angebaut, muss mit dieser Frucht weiterhin die Anbaudiversifizierung erfüllt sein.

Ackerfläche im Betrieb
(inkl. Landschaftselemente)
10-30 ha ab 30 ha
Mindestanzahl Ackerkulturen 2 3
max. Anteil der größten Kultur 75 % 75 %
max. Anteil der zwei größten Kulturen - 95 %

Tab. 1: Vorgaben für die Anbaudiversifizierung

Von diesen Vorgaben sind Ökobetriebe, Betriebe mit weniger als 10 ha Ackerfläche sowie Betriebe mit maximal 30 ha Ackerfläche und mehr als 75% Dauergrünland bzw. mehr als 75% Ackerfutter und/oder Brache befreit.
 

3. Bereitstellung ökologischer Vorrangflächen (ÖVF)

Die Bereitstellung der ökologischen Vorrangfläche muss mindestens 5% (besser etwas mehr) der betrieblichen Ackerfläche betragen. Hierbei muss man die Gewichtungsfaktoren für die Umrechnung beachten. Am Ende zählt die Fläche nach Gewichtung (Tab.2).

Befreit von dieser Regelung sind Betriebe < 15 ha, Betriebe mit maximal 30 ha Ackerfläche und mehr als 75% Dauergrünland bzw. mehr als 75% Ackerfutter und/oder Brache.

Variante Gewichtungsfaktor Bedarf für 1 ha ÖVF
Ackerbrache
(Mindestschlaggröße 300 m²)
1 1 ha
Feldränder (Breite: 1-20m) 1,5 0,67 ha
Pufferstreifen (Breite: 1-20m) 1,5 0,67 ha
Streifen an Waldrändern
(Breite 1-10 m)
1,5 0,67 ha
Terrassen 1 0,5 ha
(Umrechnungsfaktor 2/m Terrassenlänge)
Landschaftselemente:
- Hecken, Baumreihen
- Feldgehölze
- Einzelbäume
- sonst. Landschaftselemente 

2
1,5
1,5
1

0,5 ha
0,67 ha
20m²/Baum x 1,5
1 ha
Kurzumtrieb/Niederwald 0,3 3,33 ha
Aufforstungsflächen 1 1 ha
Zwischenfruchtanbau 0,3 3,33 ha
Untersaaten 0,3 3,33 ha
stickstoffbindende Pflanzen (Leguminosen) 0,7 1,43 ha

Tab. 2: Gewichtung unterschiedlicher Greening-Maßnahmen

 
Für weitere Informationen kontaktieren Sie ihren Ansprechpartner bei der Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel HgmbH.

 

© Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel Handelsgesellschaft mbH  zurück   nach oben
AGBDatenschutzImpressum