Gelbrost ist wieder da! Bei Befall umgehend handeln!

Auf vielen Schlägen ist in den letzten Tagen und Wochen auf den oberen Blättern wieder vermehrt Gelbrost (Puccina striiformis) zu erkennen.

Bereits im letzten Jahr waren viele Bestände sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz stark von dem Pilz befallen. Durch die relativ milde Witterung konnte der Pilz gut überwintern und viele Sporen ausbilden, so dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Infektionen vorprogrammiert waren.

Betroffen sind vorwiegend Triticale und Weizen (v. a. Asano, Trapez, und Primus) aber auch Gerste, Roggen und Wiesengräser sind nicht vor einem Befall gefeit.

Erkennbare äußere Symptome sind die im Jugendstadium der Kulturpflanzen auftretenden gelb- bis orangefarbenen Rostpusteln. Ab dem Schossen erscheinen diese dann in Form von leuchtend gelben Streifen entlang der Blattspreiten. Schließlich vergilben und vertrocknen die betroffenen Blätter.

Im Unterschied zu anderen Rostarten tritt Gelbrost in frühen Stadien nesterweise in Erscheinung, wobei sich die Infektionsherde bei Nichtbekämpfung immer weiter ausbreiten und es so zu einer Infektion des gesamten Bestandes kommen kann.

Bestände bei denen keine zeitige vorbeugende Behandlung mit Wachstumsreglern in Kombination mit Orius (200 g/l Tebuconazol)erfolgt ist, sollten die Bestände zwingend auf Infektionen kontrolliert und bei Bedarf sofort behandelt werden.

Hierfür eignen sich Kombinationen aus Bravo 1 l/ha (500 g/l Chlorthalonil) + Cirkon 0,75 l/ha (400 g/l Prochloraz, 90 g/l Propiconazol) + Capalo 0,75 l/ha (62,5 g/l Epoxiconazol, 200 g/l Fenpropimorph, 75 g/l Metrafenone) oder Bravo 1 l/ha + Mirage 1 l/ha (450 g/l Prochloraz) + Orius 0,75 l/ha (200 g/l Tebuconazol) oder Bravo 1 l/ha + Gladio 0,5 l/ha (375 g/l Fenpropidin, 125 g/l Propiconazol, 125 g/l Tebuconazol) + Unix 0,5 l/ha (750 g/kg Cyprodinil) oder Bravo 1 l/ha + Capalo 1l/ha.

Anstelle von Bravo kann auch auf Dithane Neotec 1,5 l/ha (750 g/kg Mancozeb) oder Amistar Opti 1,25 l/ha (80 g/l Azoxystobin, 400 g/l Chlorthalonil) zurückgegriffen werden.

Mit den genannten Kombinationen werden außerdem andere Rostarten, Septoria und Fußkrankheiten mit erfasst.
Bei sehr starkem Befall bzw. in späten Stadien (BBCH 25 – 61) sollte im Weizen eine Behandlung mit Osiris 3 l/ha ( 37,5 g/l Epoxiconazol, 27,5 g/l Metconazol) erfolgen.

Weitere Informationen und fachliche Hilfestellung bei Fragen zu einer effektiven Gelbrostbekämpfung erhalten sie von unseren Außendienstmitarbeitern oder vor Ort in unseren Raiffeisen- Geschäftsstellen.

Außendienstmitarbeiter:

Martin Flatten
Tel.: 0170 - 9024586

Joachim Zwank
Tel.: 0172 - 6925033

Willi Schönberg
Tel.: 0172 - 2914134

 

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